Juden in Portogruaro
Die Juden sind im Jahr 1575 von der Gemeinde Portogruaro aus Venedig zurückgerufen worden, damit sich diese um ihre Finanzen kümmerten. Die Gemeinde hatte den Juden im nördlichen Teil auβerhalb der Stadtmauern hinter dem Tor “Porta di S. Gottardo“, ein Stück Land überlassen, wo sie einen Friedhof einrichten konnten. Dieser Judenfriedhof befand sich in unmittelbarer Nähe einer Pfandleihe, die von Juden betrieben wurde. Noch heute, einigen lokalen Historikern zufolge, kann man in der Fassade eine Gedenktafel mit Inschrift, wenn auch mittlerweile unleserlich, erahnen (Borgo S. Gottardo, Hausnr. 9). Die Juden sind bis 1668 in der Stadt geblieben, in jenem Jahr ist von der Gemeinde die Pfandleihe “Monte della Pietà” gegründet worden.